Projekt

Hochhäuser
Baden Nord

Projektwettbewerb 2009, 1. Preis
Bauprojekt 20102011, Haus Ost 2020–2023, Haus Nord 2021–2024

Hochhäuser Baden Nord und Ost, Brown Boveri Parking

 

Bauherrschaft Akara Funds AG, in Zusammenarbeit mit pool Architekten Zürich, Schnetzer Puskas Bauingenieure Zürich, Waldhauser Gebäudetechnik Basel, Studio Vulkan Landschaftarchitektur Zürich

 

Beinahe wie in einer Arena umschliessen die bewaldeten Badener Hügelzüge den Talboden der die ABB-Stadt im Westen, die Bäderstadt  im Zentrum und Ennetbaden im Osten aufnimmt. Zusammen mit der kleinteiligen Silhouette der Altstadt setzt dieser landschaftliche Kontext den Dimensionen von Hochhäusern Grenzen, obwohl das ABB-Areal von mächtigen Bauten mit einer beträchtlichen Dichte geprägt ist. Der Problemstellung der landschaftsräumlichen Einpassung wird mit zwei identischen, gut sechzig Meter hohen, trotz ihrer Grösse zurückhaltend und selbstverständlichen Solitären entsprochen. In ihrem Ausdruck sind die Bauten dunkel-metallen, um den Kontrast zur grünen Umgebung zu dämpfen, im Grundriss annähernd quadratisch, um eine eindeutige Ausrichtung und allzu mächtige Ansichten zu vermeiden. Die weitere Setzung folgt dem lokalen stadträumlichen Kontext. Das Nordhaus sucht das Zusammenspiel mit dem denkmalgeschützten Heizkraftwerk und das Osthaus spielt sich stadträumlich etwas frei. Was auf der stadträumlichen Ebene als Zusammenspiel dicht gesetzter Kuben erscheint, versteht sich gleichzeitig als Reaktion auf die Wahrnehmung und Annäherung der Ankommenden. Im Erdgeschoss, auf der Ebene der Fussgänger, wird diese städtebauliche Positionierung mit einer räumlich gegenläufigen Bewegung kontrapunktiert. Die mit dem Zurückweichen der Gebäudeecken generierte, sternförmige Erdgeschossform weitet die lokalen Raumverhältnisse aus und schafft vor den Eingängen baldachinartig überdeckte Vorplätze. Tektonischer Aufbau und Ausdruck der Fassaden sind eng miteinander verbunden, einer langen Tradition folgend, die das Hochhaus als Ingenieurbau begreift. Die Grundanforderungen an die Tragstruktur werden dabei definiert durch das Bedürfnis der Nutzer nach flexiblen, stützenfreien Grundrissen sowie durch die Operationen zur stadt- und landschaftsräumlichen Integration. 

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